Wärmebrücken sind Bereiche in der Gebäudehülle, an denen Wärme schneller nach außen transportiert wird als in den umliegenden Bauteilen. Sie entstehen an geometrischen Übergängen (Ecken, Kanten), an Materialwechseln oder bei konstruktionsbedingten Durchdringungen der Dämmebene.
Mit einer detaillierten Wärmebrückenberechnung nach DIN 4108 Beiblatt 2:2019-06 und DIN EN ISO 10211 ermittle ich den exakten Wärmebrückenzuschlag (Psi-Wert, ψ) für jedes einzelne Anschlussdetail Ihres Gebäudes. Dies ist aufwändiger als der pauschale Ansatz, bietet aber erhebliche Vorteile:
Der Gleichwertigkeitsnachweis zeigt, dass die tatsächliche Konstruktion eines Anschlusses mindestens gleichwertig zu einem Referenzdetail nach DIN 4108 Beiblatt 2:2019-06 ist. Dieser Nachweis ist eine Alternative zur vollständigen detaillierten Berechnung und wird häufig im Rahmen von KfW-Nachweisen gefordert.
Fensteranschlüsse, Balkonplatten, Attiken, Sockelanschlüsse, Dachanschlüsse, Innenwandeinbindungen, Rollladenkästen, Gebäudeecken und Durchdringungen der Dämmebene (z. B. Stahlträger).
Erfassung aller relevanten Anschlussdetails anhand der Bau- und Ausführungspläne.
Finite-Elemente-Berechnung der Temperaturverteilung und des Wärmestroms für jedes Detail.
Bestimmung des längenbezogenen Wärmedurchgangskoeffizienten (ψ-Wert) für jede Wärmebrücke.
Erstellung der Nachweisdokumentation für GModG- und KfW-Anforderungen.